Sticken mit der Nähmaschine – eine Anleitung

Das Sticken ist eine textile Technik, bei der ein Trägermaterial (i.d.R. Textilien) mittels Durchziehen oder Aufnähe von Fäden verziert wird. Dabei gibt es eine Vielzahl von Sticktechniken. Wie das Sticken mit einer Nähmaschine vonstattengeht und was dabei zu beachten ist, zeigt die folgende Anleitung.

Sticken-anleitung

Die Vorbereitungen an der Maschine

Die Einstellungen der Nähmaschine können natürlich variieren, jedoch gehen wir bei diesem Beispiel von einem Zick-Zack-Stich sowie einer Stichlänge von „0“ aus. Die Federspannung sollte nach Gefühl gewählt werden, da diese Einstellung bei jeder Maschine unterschiedlich ausfällt. Grundsätzlich sollte jedoch eine leichte Spannung gewählt werden.

Anschließend wird der Transporteur versenkt, bzw. mit einer Platte abgedeckt und der Nähfuß samt seinem Halter entfernt. Zu beachten ist hier, dass der Nähfuß (auch wenn er entfernt ist) abgesenkt werden muss, da sonst keine Fadenspannung zustande kommen kann.

Tipp: Um auf Nummer sicher zu gehen, finden sich empfohlene Einstellungen sowie die korrekte Konfiguration der Nähmaschine in der Bedienungsanleitung des Gerätes. So kann Fehlern bei der Vorbereitung zusätzlich vorgebeugt werden.

Die Vorbereitungen am Stoff

Eine Möglichkeit, den Stoff auf das Sticken mit der Maschine vorzubereiten ist es, ihn zwischen eine Lage aus Verschnitt (alternativ: sauberer Putzlappen, Waschlappen, etc.) und ein Stück Backpapier zu legen, welches als Schablone dient. Der Verschnitt kommt nach unten, das zu bestickende Textil in die Mitte und das Backpapier nach oben.

Der Verschnitt sorgt beim Sticken dafür, dass nichts verrutscht und sich feinere Stoffe nicht verziehen. Auf die Schablone kann der gewünschte Schriftzug aufgebracht werden, welcher dann mit der Maschine nachgegangen wird.

Empfehlung: Schauen Sie sich auch die Nähmaschinen im Test an.

Das eigentliche Sticken

Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann auch schon losgestickt werden. Hierbei ist prinzipiell nur darauf zu achten, dass man möglichst nah an der Schablone bleibt, um ein gerades und ansehnliches Ergebnis zu erhalten. Der Stoff kann dabei übrigens problemlos bewegt werden. Sobald das gewünschte Motiv durch das Backpapier hindurch auf den Stoff gestickt wurde, kann das Papier entfernt werden und es ist geschafft.

Wie so oft ist auch beim Sticken mit der Nähmaschine die Vorbereitung ein sehr wichtiger Bestandteil der Arbeit. Je sorgfältiger die Schablone angefertigt wird, desto eher wird ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt.

Für Anfänger gilt: Lieber den Stoff einmal mehr bewegen und in die bequemste Position bringen als einmal zu wenig. Dazu kommt, dass, je mehr Zeit in die Übung investiert wird, auch die Resultate mit der Zeit immer besser werden. Zu Beginn ist es völlig normal, wenn Linien nicht ganz gerade werden oder kurven etwas ungleichmäßig ausfallen.

Auch erfahrende Näher/innen ohne Stick-Vorkenntnisse sollten etwas Geduld mitbringen. Wenn jedoch eine gute Vorbereitungsarbeit stattgefunden hat, ist der Kreativität kaum Grenzen gesetzt und es können allerhand hübscher Verzierungen erstellt werden. Neben Buchstaben lassen sich natürlich auch Forme und Figuren auf den Stoff zaubern. Dies erfordert neben viel Übung auch etwas Geschick und Fingerspitzengefühl. Wenn das Prinzip jedoch einmal in Fleisch und Blut übergegangen ist, mach es jede Menge Spaß und sogar ein bisschen süchtig. Also viel Spaß beim Sticken!

Kaufratgeber für Overlock-Nähmaschinen

Eine Overlock-Nähmaschine (auch „Overlocker“ genannt) näht den Rand eines oder mehrerer Stoffe. Zur gleichen Zeit heftet eine Overlock-Nähmaschine, versäubert Nähte und beschneidet dabei gleichzeitig die Nahtzugaben, so dass sich eine sehr saubere Kante ergibt.

Der ursprünglich professionelle Nähmaschinentyp findet zunehmend auch im heimischen Bereich Verwendung. Worauf es beim Kauf eines Overlockers für den Heimgebrauch ankommt und was es zu beachten gibt lesen Sie in diesem Kaufratgeber.

Kaufratgeber naehmaschinen

Die perfekte Overlock-Nähmaschine…

… sollte gewisse Anforderungen erfüllen, um den Anwender auch langfristig zufrieden zu stellen. Das Besondere am Overlocker ist sein spezieller Overlockstich. Bei ihm sperrt der Unterfaden den Oberfaden, so dass sich die Naht nicht lösen kann. Zudem arbeitet die Overlock Nähmaschine schneller als herkömmliche Nähmaschinen und hat bietet ganz neue Möglichkeiten.

Dabei sollte das Gerät nicht zu laut sein, über ein möglichst intuitives Bedienkonzept verfügen, eine sinnvolle Zubehörausstattung mitbringen sowie eine sehr hohe Stichqualität aufweisen. Um dies sicherzustellen sollten neben den Herstellerangaben vor allem auch Testberichte und Kundenrezensionen zu den jeweiligen Maschinen studiert werden. Hier offenbaren sich häufig Stärken und Schwächen, welche durch Tests unter alltäglichen Nutzungsbedingungen ausfindig gemacht wurden.

Im Detail sollten auch folgende Produkteigenschaften verglichen werden:

  • Motorleistung (in Watt) und Stichfrequenz (in 1/Min)
  • (automatische) Einfädelhilfe
  • 2-/3-/4-Faden-Funktion
  • Differentialtransport (stufenlos/stufenweise)
  • Zubehörausstattung (Nähfüße, Garnhalter, Nadeln, etc.)
  • Einstellmöglichkeiten für Stichlänge und -breite
  • Dauer der Herstellergarantie

Zusatzfunktionen von Overlockern

Neben dem Anfertigen von Nähten können mit einem Overlocker zudem auch unsaubere Nähte verschönert und nach eigenen Vorstellungen umgearbeitet werden. Sollen nicht nur Nähte erstellt oder umgearbeitet werden, sondern auch Säume bearbeitet werden, ist ein Overlocker ebenfalls die richtige Wahl. Dazu muss nicht einmal ein Messer zur Hand genommen werden, da in diesem Fall die Gefahr besteht, dass es zu irreparablen Fehlern kommt. Unschöne Reste des Saums werden bei der Overlock-Nähmaschine einfach während oder nach Abschluss der Arbeit entfernt.

Besonders für erfahrene Anwender können so ganz neue kreative Möglichkeiten geschaffen werden. Zudem kann von einer deutlichen Zeitersparnis sowie einem verbesserten Workflow profitiert werden; schließlich schwören auch Profis bereits seit vielen Jahrzehnten auf die Technik der Overlock-Maschinen. Wichtig zu erwähnen ist allerdings auch, dass ein solches Gerät keine herkömmliche Nutznaht- oder Freiarm-Nähmaschine ersetzen kann. Sie sollte lediglich als sinnvolle Ergänzung zur vorhandenen Maschine gesehen werden.

Wichtige Funktionen einer Overlock-Nähmaschine

Soll eine Overlock-Nähmaschine angeschafft werden, lohnt es sich auch, vorab die Grundfunktionen zu verstehen und sicherzustellen, dass sie beim künftigen Gerät allesamt vorhanden sind. Die folgenden Naht-Arten sind für unterschiedliche Anwendungsfälle zuständig und sollten möglichst alle von der Maschine beherrscht werden.

2-fädige Naht

Wird zum Versäubern von leichten Stoffen verwendet, ist jedoch kaum noch in Gebrauch, da 3- und 4-fädige Nähte deutlich zuverlässiger halten.

3-fädige Naht

Die 3-fädige Naht wird verwendet, um viele Materialien zu versäubern, aber auch zum Zusammennähen von wenig beanspruchten Schließnähten. Beispielsweise für die Seitennähte bei Blusen, Hemden oder Poloshirts.

4-fädige Naht (mit integrierter Sicherheitsnaht)

Sie ist auch bekannt als 4-Faden-Überwendlich-, Verbund- oder imitierte Sicherheitsnaht und wird zum Zusammennähen und gleichzeitigem Versäubern sämtlicher Materialien besonders elastischer oder grober Stoffe benutzt. Die Sicherheitsnaht entsteht dabei automatisch durch den rechten Nadelfaden.

Rollsaum (2-/3-fädig)

Er ist zum Versäubern von leichten und feinen Stoffen geeignet und ist in der Regel 3-fädig. In seltenen Fällen ist er auch 2-fädig zu finden.

Anwendung: z. B. für den unteren Abschluss vom Brautkleidern oder für Seidenschals.

Flatlocknaht (2 oder 3 Fäden)

Wird an einer Falte oder als Verbindungsnaht genäht. Die Naht entsteht dabei durch eine Veränderung der Fadenspannungen meist in Verbindung mit Zierfäden.

Safety-Naht / Sicherheitsnaht

Diese Naht wird aus zwei getrennten Nähten hergestellt, wobei eine zweifädige Doppelkettenstichnaht (die Safety- oder Sicherheitsnaht) zur Haltbarkeit und eine zwei- bzw. dreifädige Kanten-Versäuberungsnaht.